Vernichtende Kritik: MMO-Hoffnung Camelot Unchained ein totaler Flop

Nach 13 Jahren Wartezeit ist Camelot Unchained im Early Access auf Steam erschienen. Doch statt der erhofften MMO-Offenbarung er­le­ben die Spieler ein absolutes Desaster. Die Community ist wütend, spricht von Betrug und verteilt vernichtende Kritiken.
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Unchained Entertainment

Das lange Warten auf ein Wrack

Die Erwartungen an Camelot Unchained waren riesig. Über ein Jahrzehnt lang finanzierte die Community das ambitionierte Online-Rollenspiel. Gestern folgte der lang ersehnte "Release" auf Steam, der sich jedoch sofort als Albtraum für alle Beteiligten entpuppte.

Die Ernüchterung bei den Käufern folgte quasi in der ersten Sekunde. Das Online-Rollenspiel (MMORPG) präsentiert sich in einem Zustand, der selbst für die großzügigen Maßstäbe einer Early-Access-Phase völlig inakzeptabel ist. Entsprechend extrem fallen die Reaktionen aus.

Camelot Unchained | Steam Early Access Trailer

Vernichtendes Urteil der Steam-Community

Die Steam-Rezensionen sind bereits am ersten Tag tiefrot. Spieler berichten von permanenten Serverabstürzen, Fehlermeldungen beim Login und einer Grafik aus der Jahrtausendwende. Die Performance ist trotz modernster Hardware katastrophal und bricht regelmäßig komplett ein.

Ich habe Jahre auf dieses Spiel gewartet, nach 5 Minuten war ich schwer enttäuscht. Dann war bereits der Server nicht mehr erreichbar und das Spiel beendet. Gott Sei Dank! Das Spiel hat nichts mit Dark Age of Camelot zu tun.
peterstreimelweger auf Steam
Zudem gleicht die Spielwelt einer leblosen digitalen Wüste. Es gibt kaum Gegner, keinerlei Quests und keinerlei Erklärungen oder Tutorials für Neueinsteiger. Viele frustrierte Nutzer fordern bereits ihr Geld zurück und warnen eindringlich vor dem Kauf. Immerhin kostet auch der Early Access knapp 10 Euro.

Ein teures Nichts nach 13 Jahren

Besonders die investierte Zeit und das Geld sorgen für blanke Wut. Rund 32 Millionen Dollar (etwa 29 Millionen Euro) flossen über die Jahre in das Projekt. Das fertige Produkt wirkt auf die Community jedoch wie ein schlechter Tech-Demo-Scherz, der erst vor wenigen Monaten begonnen wurde.

Viele Spieler nutzen das Wort Scam und fühlen sich betrogen. Dass dieses unfertige Produkt nach 13 Jahren Entwicklungszeit in diesem Zustand für Geld angeboten wird, grenzt für viele Kritiker an eine absolute Unverschämtheit der Verantwortlichen. Darunter der leitende Game-Designer Mark Jacobs, der einst bei Mythic Entertainment für Dark Age of Camelot verantwortlich war.

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Zusammenfassung
  • Über 13 Jahre finanzierte die Community das Projekt mit 32 Millionen Dollar
  • Der lang erwartete Start auf Steam wurde für die Nutzer zum totalen Albtraum
  • Massive Serverabstürze sowie eine veraltete Grafik prägen das Spielerlebnis
  • In der leblosen Spielwelt fehlen derzeit sowohl Gegner als auch erste Quests
  • Wütende Käufer fordern nun ihr Geld zurück und werfen dem Team Betrug vor
  • Kritik trifft besonders Game-Designer Mark Jacobs für den desolaten Zustand
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